REDE von Mustafa Yeneroğlu anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 24. Jahrestag des rassistisch motivierten Brandanschlags in Solingen

Es ist mir eine besondere Ehre, bei dieser Gedenkveranstaltung an die Opfer des mörderischen Brandanschlags auf die Solinger Familie Genç das Wort an Sie richten zu dürfen. Offen gestanden fällt es mir schwer, meine Gedanken zu einem der erschütterndsten Momente meiner Jugend in Worte zu fassen. Als Durmuş und Mevlüde Genç am frühen Morgen des 29. Mai 1993 fünf ihrer liebsten Menschen auf dieser Welt in den Flammen ihres lichterloh brennenden Wohnhauses verloren haben, war ich 17 Jahre alt.

In den Jahren nach diesem fürchterlichen Anschlag durfte ich Abitur machen, studieren, heiraten und drei Mal das große Glück genießen, Vater zu werden. Ich konnte mich gesellschaftlich engagieren und wurde als Abgeordneter in das türkische Parlament gewählt, kurzum es ist mir in diesem Leben bereits vieles vergönnt gewesen. Hatice Genç, eines der fünf Todesopfer, war als Sie in den Flammen umkam, etwa gleich alt. Und man kommt nicht umhin sich zu fragen, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn in jener Nacht ihre vier Mörder nicht Benzin im Hausflur ausgeschüttet hätten und nicht eine Zeitung zu einer Fackel geformt hätten und eben nicht das Feuer entfacht hätten.

Bei diesen Gedanken erfasst sicherlich viele von uns ein wiederkehrender Schmerz. Und nur in der beispiellos vorbildhaften Haltung insbesondere von Mevlüde Genç, finde ich und viele andere dann auch immer wieder Trost. Ich habe mich damals oft gefragt: wie stark muss ein Mensch sein, dass sie sogar im Augenblick des schlimmsten Schmerzes, den man sich für eine Mutter vorstellen kann, für Frieden, Respekt und Versöhnung werben kann. Sie war so stark, dass es für mich und quer durch die Republik für viele andere auch gereicht hat.

Denn die Versuchung war damals für uns Jugendliche groß, auf Falsches mit Falschem zu antworten und weiß Gott, es gab viele geistige Brandstifter, die aufstachelten. Ein brauner Mob überzog damals die neu wiedervereinigte Republik mit ihrem Hass und ihrer Gewalt, weil Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror vermehrt Asyl in Deutschland begehrten. Wir waren wütend und wurden erdrückt von der Ohnmacht, tatenlos zuschauen zu müssen. Aber da war Mevlüde Genç.

Es wäre menschlich verständlich gewesen, wenn sie in den schwersten Stunden ihres Lebens Vergeltung gefordert hätte. Das tat Sie nicht. Stattdessen rief sie in ihrem bewegenden Appell zur Versöhnung auf. Sie nahm uns jungen Menschen unsere Wut und war ganz maßgeblich dafür verantwortlich, die Situation in Solingen und weit darüber hinaus zu entspannen. Dafür gebührt ihr unser steter Dank.

Ich bin mir nicht sicher, ob es Ihnen verehrte Gäste aufgefallen ist, dass wir Türken unabhängig von unserem Alter und unserer sozialen Stellung immer dort, wo wir Mevlüde Genç begegnen, ihr als Zeichen unserer Ehrerbietung und unseres tiefen Respektes, ihre Hände küssen. Und auch ich tue dies.

Herbert Grönemyer sagt in einem seiner Lieder: „….. und der Mensch heißt Mensch weil er vergisst, weil er verdrängt“. Nun, wir vergessen und verdrängen tatsächlich und Anlässe wie der heutige erinnern uns. Wir wissen aber auch, dass für Mevlüde Genç seit den schrecklichen Brandanschlägen das Leben „Nur noch weh tut“. Deshalb geht es mit heute selbstverständlich nicht darum, ihren Schmerz noch zu vergrößern. Aber ich denke er wäre für Sie 24 Jahre nach dem Anschlag ein Stück weit erträglicher, wenn unsere Gesellschaft den Weckruf von Mevlüde Genç glaubwürdig verinnerlicht hätte und wir Hand in Hand jeder Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit jegliche Basis entzogen hätten. Mit allein im letzten Jahr mehr als 1000 Anschlägen auf Flüchtlingsheime und Moscheen und zahllosen Übergriffen auf vermeintlich fremd aussehende Menschen bedrückt es mich – und ich denke alle Anwesenden im Saal – festzustellen, dass die schreckliche Geschichte der Familie Genç in Solingen, zu vielen scheinbar nichts gelehrt hat.

Und vor allem die Politik muss sich fragen lassen, wie es trotz Mahnmal in der Unteren Werner Str. 81 und der Präsenz der Zeitzeugen, der ununterbrochen in Solingen lebenden Familie Genç, möglich ist, das eine unverhohlen rassistische Partei wie die AfD über 8% der Stimmen in Solingen für sich verbuchen konnte. Selbstverständlich möchte ich den vielen Initiativen und Institutionen, die sich schon seit Jahrzehnten für ein aktives und gleichberechtigtes Miteinander der in Deutschland lebenden Menschen engagieren, nicht Unrecht tun. Aber wir alle stehen in der Verantwortung zu verhindern, dass das gesellschaftliche Klima, trotz exzellenter wirtschaftlicher Eckdaten von Scharfmachern, diesmal nicht mit Glatze und Springerstiefeln, sondern mit Anzug und Krawatte, weiterhin vergiftet wird. Insbesondere wir politisch Verantwortlichen müssen uns der rassistischen und fremdenfeindlichen Propaganda über alle Grenzen hinweg beherzt entgegenstellen. Wir müssen uns davor hüten, die giftigen Argumente der neuerdings als rechtspopulistisch umschriebenen Hetzer in Politikergewand zu adaptieren. Im Schulterschluss mit der überwältigenden Mehrheit unserer Gesellschaft gilt es, den Feinden unseres inneren Friedens und unseres Wohlstandes deutlich zu machen, dass wir diesem antiquiertem braunen Gedankengut keinen Millimeter Spielraum einräumen werden. Das sind wir den Opfern der Anschläge von Mölln und Solingen, den Opfern der NSU-Terroristen, den Menschen die hier seit Jahrzehnten friedlich leben, den Menschen die hier Zuflucht vor Krieg und Terror gefunden haben schuldig.

In diesem Sinne verneige ich mich nochmals vor den Opfern des Brandanschlags von Solingen und bete um die Gnade unseres Schöpfers. Den Hinterbliebenen wünsche ich Kraft und Geduld, den unvorstellbaren Schmerz zu ertragen und bedanke mich bei Ihnen und den Veranstaltern für die geschätzte Aufmerksamkeit.

Krizler ve fırsatlar arasında Türkiye-AB ilişkileri [Star Açık Görüş]

Avrupa Birliği (AB) ile Türkiye arasındaki ilişkiler paradoksal olarak şimdiye dek hem bu kadar yakın, hem de aynı zaman-da bu kadar olumsuz bir seyir içine girmemişti. Avrupa Konseyi Parlamenterler Meclisi’nin (AKPM) Türkiye’yi 13 yıl sonra tekrar ‘denetim sürecine’ alma kararı, içinde bulunduğumuz süreci yeni bir boyuta taşıdı. 15 Temmuz darbe girişimi sonrası Avrupa kurumlarının tutumlarına baktığımızda bu karar çok da sürpriz bir gelişme değil aslında. Avrupa, OHAL kararlarına ilişkin eleştirilerini gündeme getirerek beklentileri sürekli ifade ediyordu. Bunun üzerine Anayasa değişikliği halk oylamasına ilişkin baskı mekanizmaları devreye girdi. Avrupa Konseyi’ne (AK) bağlı Venedik Komisyonu, Anayasa değişikliği paketine yönelik malum değerlendirmeyi yayınladı. AGİT ile Avrupa Konseyi’nin 16 Nisan halk oylamasına ilişkin sözde tarafsız ve adil raporuysa Türkiye’deki tarihi oylamanın meşruiyetini tartışmaya açmayı amaçladı. Bu sürecin son adımı olarak Haziran 2016’dan beri masada olan ‘denetim sürecine’ alma kararı gündeme geldi. Böylece Türkiye 2004 yılında çıktığı ve neticesinde AB ile müzakerelerin kapısını aralayan denetim sürecine “demokratikleşme yönünde umut vermediği” gerekçesiyle tekrar girmiş oldu. Gelinen bu nokta, fırsatlar ve krizler arasında sürekli gel git yaşayan Türkiye-AB ilişkileri hakkında tekrar düşünmeyi gerekli kılıyor.

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Bu rekor, yurtdışı Türklerin anavatana olan duyarlılığını gösteriyor

Tam 57 ülkeden yurtdışında yaşayan toplam 1.400.046 vatandaşımız 27 Mart-9 Nisan tarihleri arasında gerçekleşen halk oylamasında oyunu kullandı. 1 Kasım Milletvekili Seçimlerine kıyasla dış temsilciliklerdeki katılımda yüzde %14,33 artış olmuş, toplam seçmenin yaklaşık yüzde 47’si sandığa gitmiştir. Oy kullanma yerine onlarca hatta bazı bölgelerde yüzlerce kilometre uzakta bulunan seçmenlerimiz büyük bir fedakârlık örneği göstermişlerdir. Yurtdışı seçmenlerin istediği yerlerde oylarını kullanabilmelerine ilişkin yapılan düzenleme yoğun katılımda önemli bir etken olmuştur. Yurtdışındaki tüm seçmenleri yürekten kutluyor, Türkiye’mizin geleceğine ortak oldukları için her birini tebrik ediyorum. Rekor katılım, yurt dışındaki seçmenlerimizin anavatana olan duyarlılığını gösteriyor.

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„Wir müssen uns gegen die Sprache des Hasses auflehnen“

40 Jahre habe ich als Angehöriger einer Minderheit in Deutschland gelebt. Als Muslim habe ich hautnah erlebt, wie verletzend und aufreibend es ist, wenn der Islam und die Muslime pauschal als potentielle Bedrohung abgestempelt werden und Pluralität problematisiert, ja sogar von einem stetig wachsenden Teil der Bevölkerung als Gefahr betrachtet wird. Und ich weiß,wie eine ausgrenzende Rhetorik als Mittel der Identitätsstiftung auf dem Rücken von Minderheiten den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt gefährdet.

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Nefret diline karşı çıkışta tutarlılık testimiz [Yenişafak]

Batı Avrupa’da yaşayan 20 milyondan fazla Müslüman’a, “Ya bizim gibi olun, ya da buradan defolun!” diyenlerden bizi ayıracak olan kendi medeniyetimizin bize hatırlatacağı kapsayıcılık olacaktır.

Tam 40 yıl boyunca Almanya’da azınlık olarak yaşadım. Bir Müslüman olarak İslam’ın ve Müslümanların potansiyel tehdit olarak görüldüğü, farklılıkların eritilmesi gereken tehlikeli görünümler olarak algılandığı bir toplumsal dilin ne kadar acıtıcı, ne kadar yorucu olduğunu yakından biliyorum. Ötekileştiren bir dil üzerinden kurgulanan kimliklerin, azınlıkların sırtına basarak kimlik bulma çabalarının toplumsal barış açısından ne denli ürkütücü bir tablo oluşturduğunu da…

25 yıl Avrupa’da Müslümanlara yöneltilen kin ve nefretle mücadele ettim. Bu mücadelenin yöneltildiği ana odak noktası “kendisi gibi olmayana öfke kusan zihniyet” idi. Bu mücadele kendi tasavvurlarına göre daha üstün bir kültürü, daha üstün bir kimliği ve daha üstün bir ahlakı öfkeyle dayatan, “üniform” bir toplum hayalinin aslında kabus olacağını fark edemeyecek kadar tek tipliliği benimsemiş olan kesime yönelikti.

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Gerçek Hayat Söyleşisi – Yeneroğlu: Merkel istemese tasarı çıkmazdı

AK Parti İstanbul Milletvekili ve TBMM İnsan Haklarını İnceleme Komisyonu Başkanı Mustafa Yeneroğlu haftalık Gerçek Hayat dergisine açıklamalarda bulundu. Yeneroğlu, söyleşide Alman Federal Parlamentosu’nda onaylanan 1915 Ermeni Olayları’nı ‘soykırım’ olarak niteleyen yasa tasarısının gündeme geliş süreciyle ilgili arka plan bilgilerini paylaştı. Yeneroğlu ayrıca, Almanya’daki Türkiye kökenli milletvekillerin tasarıyla ilgili tutumu, alınan kararın Avrupa Birliği ile ilişkiler ve Almanya’da yaşayan Türkler bağlamındaki etkileri üzerinde durdu. Söyleşiyi okumak için tıklayın:

Gerçek Hayat Söyleşisi

Political Relations between Turkey and Germany

Turkish-German relations go back to the 16th century and have since then been sustained in different realms, such as the military, diplomacy and economy. Naturally, different historical incidents have had different impacts on those relations and have shaped them each in a specific manner. This essay intends first of all to delineate the different stages which Turkish-German relations have undergone through history. Secondly, it will try to reflect on the qualitative changes in Turkish-German relations which have occurred as a result of historical developments. Touching upon issues like Turkey’s possible EU membership, the PKK problem, the rise of Islamophobia in Europe and the NSU case, it will try to elaborate on both the burdens and possibilities which presently underlie those relations.

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Batı Avrupa Ülkelerinde Müslüman Azınlıkların Sorunları

(Stratejik Düşünce Enstitüsü’nün “Batı Avrupa Ülkelerinde Müslüman Azınlıkların Sorunları” konulu panelinde gerçekleştirdiğim açılış konuşması)

Bugün Fransa’da 6, Almanya’da 5,5, Hollanda’da 1 milyon ve Avusturya’da 600 bin olmak üzere Batı Avrupa ülkelerinin toplamında 21 milyonu geçen bir Müslüman nüfus yaşamaktadır. Bu topluluk arasında özellikle 60’lı yıllar sonrası kitlesel işçi göçüyle oluşan 5 milyona yakın Türkiyeli göçmen de bulunmaktadır. Avrupa’daki vatandaşlarımızla ilgili bu toplumsal realite anayasamıza da yansımış, 62. maddede yabancı ülkelerde çalışan Türk vatandaşlarının aile birliğinin, çocuklarının eğitiminin, kültürel ihtiyaçlarının ve sosyal güvenliklerinin sağlanması, anavatanla bağlarının korunması ve yurda dönüşlerinde yardımcı olunması için devlete sorumluluklar yüklenmiştir. Bu anayasal sorumluluğun on yıllarca sadece kısmi olarak yerine getirilmiş olmasının ötesinde bugün Türkiye, konumu ve tarihî arka planı itibarıyla kendi vatandaşlarıyla birlikte Avrupa’daki Müslüman azınlığın meselelerine en fazla duyarlılık gösteren dünya üzerindeki tek ülkedir. Devamını okuyunuz